Sonntag, 22. März 2026

 Elsass-Radtour 18.5. - 24.5.2025

Nachdem alle so geschwärmt hatten vom schönen Elsass entschieden wir uns für eine Radtour, beginnend in Strassburg.

                                    

Um 6 Uhr früh starteten wir, bepackt mit unseren Rädern und kamen um ca. 15:00 bei dem gebuchten Hotel an. Gleich in der Nähe war ein Parkhaus, wo wir unser Auto während der Tour parken konnten. Es blieb uns noch genügend Zeit für eine Besichtigungstour von Strassburg und einer Einkehr.

                                                                                                    

19.5.2025
Gestärkt von einem wirklich guten Frühstück machten wir uns auf den Weg aus der Stadt. Mit Unterstützung durch Google Maps gelang es relativ leicht die verkehrsarme Radroute zu finden. Bereits am Nachmittag erreichten wir unser erstes Tagesziel: SELESTAT

Unser Quartier lag zwar am Stadtrand, doch die Annehmlichkeiten des Hotels entschädigten uns.












 

Mittwoch, 6. Juli 2011

BERLIN - LÜBECK mit dem Kajak 14.6.-25.6.2011

Meine bisher längste Tour (341 km) begann mit der Anfahrt (Nachtzug nach Berlin) vom Bahnhof Wien-Meidling. Diesmal hatten Walter und ich ein Liegewagenabteil für 4 Personen für uns allein gebucht und damit genügend Platz für unser voluminöses Gepäck. Nachdem wir uns eingerichtet und mit einem Glaserl Rotwein auf unsere Fahrt angestoßen hatten, ging´s bequem bis Berlin, Ankunft 9:09. Per S-Bahn erreichten wir unseren Ausgangsort Berlin-Wannsee, wo wir nach einem schweißtreibendem Fußmarsch unsere Boote aufbauen und beladen konnten. Die ersten 20 km vermittelten uns schöne Eindrücke von der stadtnahen Havel.
Havel in Potsdam

















Camping Riegelspitze am Glindowsee

Überdachter Schlafplatz Camping Riegelspitze

Unser erstes Nachtquartier schlugen wir beim Campingplatz Riegelspitze am GLINDOW-SEE auf. Dort trafen wir auf tolle Sanitär-Einrichtungen und ein gemütliches Lokal mit deftigen, lokalen Gerichten.  


























 Nach einem herzhaften Frühstück brachen wir bei angenehmem Wetter zum zweiten Tourentag auf. WERDER mit seiner Insel war uns einen Besuch wert: Verschlafenes, schönes altes Städtchen. In PARETZ, Restaurant zur Fähre versuchten wir ein typisches Preussen-Gericht.


 













Auf diese Weise gestärkt ging´s weiter bis BRANDENBURG, Kanu-Club. Etappenlänge: 42 km.  Wir wurden freundlich empfangen und durften im Turnsaal schlafen. 




17.6.
Nach einem Einkaufsbummel in Brandenburg verabschiedeten wir uns vom Kanu-Club mit der Warnung vor den Wellen am Breitling-See. Daher wählten wir bei rauem Gegenwind die Alternativ-Strecke über den SILO-KANAL. Sogar die Schifffahrts-Polizei hielt bei uns an, um uns auf die Gefahr hinzuweisen. Bei der Ausfahrt aus dem Silo-Kanal traf uns der Gegenwind mit voller Wucht. Nach einer Pause am Ufer trafen wir die Entscheidung uns bis zur Abzweigung der Havel am nordöstlichen Ufer der Seen durchzukämpfen. Dort waren wir besser vor dem Sturm geschützt und paddelten so relativ  unbehelligt. Am Campingplatz KÜTZKOW erwarteten uns schon unsere neuen Berliner Freunde, Gabi und Robert. Tagesetappe: 25 km.


18.6. 
Der Tag war ein permanenter Kampf gegen Wind und herftige Regenschauer. Übernachtung am Camping Seeblick am HOHENAUER SEE. Streckenlänge: 34 km.


Der 19.6. versprach zumindest am Morgen schöner zu werden. Walter bereitete das Frühstück vor. Es war ziemlich kalt als wir zu unserer letzten Havel-Etappe nach Havelberg aufbrachen.










Das windige, regnerische Wetter blieb uns auch an diesem Tag erhalten. Nach harten 32 km erreichten wir den Ruderclub HAVELBERG, wo wir in einem Bungalow übernachten durften. Selbst der Klubraum mit Küche wurde uns zur Verfügung gestellt. Ein Schwedenofen wärmte uns auf und trocknete unsere Kleidung. Ergebnis: Zufriedene Gesichter!




20.6. Die 36 km bis WITTENBERGE waren wieder von Regenschauern und heftigem Wind geprägt. Selbst beim Zeltaufbau am Hafengelände stresste uns ein Regenschauer. 
 
Gabi und Robert, die beiden Berliner, waren schon abgereist. Entschädigt wurden wir durch eine gute Mahlzeit in Wittenberge und den Sanitärräumen am Hafen. In der Nacht regnete es wieder, aber der Morgen ermöglichte uns einen einigermaßen trockenen Start.




21.6. 
Regenfrei aber gegenwindig verlief die 7. Etappe bis GORLEBEN, Länge: 42 km. In unserer Euphorie schon nahe am Tagesziel zu sein, hatten wir die versteckte Einfahrt in den Hafenkanal übersehen. Das hieß: gut 1 km stromaufwärts zu paddeln - eine Herausforderung am Ende eines langen Paddeltages. Dafür durften wir die Nacht ganz allein im Bootshaus  mit allem Komfort verbringen. Am Morgen gab´s sogar frische "Brötchen" und ein herzhaftes Vollkornbrot als Proviant. 
Der schöne, sonnige Morgen ermöglichte uns sogar ein Auslüften des Schlafsackes!
22.6.  Auf der Elbe bis DARCHAU, Camping Elbufer, 43 km. Heute hatten wir nur mehr leichten Gegenwind. Damit der Tag nicht zu gemütlich abschloss, brach schon beim Zeltaufbau ein beginnendes Unwetter über uns herein. Beim Einschlafen im windgeschüttelten Zelt musste ich mich auf die Standhaftigkeit meiner Unterkunft verlassen.
23.6. Überstanden! Am windigen, kalten Morgen fanden wir alle unsere Untensilien noch am Platz. Der Wind trocknete sogar unsere feuchten Zelte, Boote ... Früh brachen wir zur letzten Elbe-Etappe nach LAUENBURG auf. Nur wechselhaftes Wetter begünstigte die 35 km bis zum WSV-LAUENBURG, der eigentlich nur für Motorboote gedacht ist. Der Hafenmeister war aber großzügig und erlaubte uns eine Nächtigung im überdachten Gartenpavillon.


Walter befestigte an der Vorderseite noch meine militärische Zeltplane und schon war unser Schlafzimmer gegen Blicke und Regenschauer geschützt. Die sauberen Sanitäranlagen durften wir uns mit den Bootsleuten teilen.
24.6. Auf dem ELBE-LÜBECK-KANAL paddelten wir durch zwei Schleusen bis MÖLLN, Streckenlänge: 37 km inklusive Ein- und Ausfahrt zum Camping "Freizeitwelt Güster", wo wir gut im Restaurant aßen und danach sogar in der Sonne dösen konnten. Die Möllner Ruderer stellten uns und noch 8 Bonner Ruderern ihre Klubräumlichkeiten zur Verfügung, so dass wir wieder unter Dach schlafen konnten.


Die "Till Eulenspiegel-Stadt" ist übrigens sehenswert! 


 

 25.6. Letzte Etappe! 34 km Streckenlänge wären nicht so viel, aber die 1,2,3,4,fünf Schleusen! Um lange Wartezeiten an den Schleusen zu vermeiden bemühten wir uns mit den Motorbooten einigermaßen mitzuhalten. Das gelang uns nur bei zwei Schleusen - bewundert von den Kapitänen und deren weiblicher Mannschaft. Bei den weiteren vertrauten wir auf unser Glück - mit Erfolg! Dennoch waren wir froh, als die Kirchturmspitzen von Lübeck auftauchten.
Rechts in den Trave-Kanal und sofort links - ja, da lag schon unser Endquartier:
 Wegen der erst einjährigen Anwesenheit auf dem Wiesengelände, waren die Unterbringungsmöglichkeiten sehr einfach. Dafür glänzten die Lübecker Kanuten durch ihre außergewöhnliche Gastfreundschaft. Wie selbstverständlich durften wir an ihrer Grillparty teilnehmen und im Umkleide-Container unser Lager aufschlagen. 

Der Obmann "Johnny" brachte Walter am nächsten Tag sogar mit seinem eigenen Auto zum nächsten Ausgangspunkt. Für mich endete die Tour in Lübeck. Am Sonntag hatte ich, nachdem alles reisefertig verstaut war noch Zeit, mir einen Überblick über diese wunderschöne Stadt zu verschaffen. 


Die Rückreise per Bahn über LÜNEBURG, wo ich in den ICE nach Linz umstieg, verlief problemlos und bequem. Ost- und Norddeutschland sieht mich sicher bald wieder!





Montag, 30. Mai 2011

Probefahrt mit meinem neuen Feathercraft K1

Mit vollem Tourengepäck (Campingausrüstung ...) startete ich am Do.26.5.2011 von Krems-Stein, unmittelbar vor der Mautener Brücke. Dort ist eine bequeme Rampe, wo ich bequem einsteigen und auch das Auto parken kann. Ich fühlte mich sofort wohl im neuen K1, herrlicher Sitzkomfort, Steuerung bequem, Kajak lässt sich leicht steuern und macht genügend Speed. Erste Pause mit Mittagessen in Traismauer, beim St.Pöltner Segelklub. Die Fahrt bis zum Kraftwerk Altenwörth wurde zunehmend anstrengender, da fast keine Strömung mehr war. Vor der Schleuse wurde ich zwar per Hinweistafel auf die Sportboot-Ausstiegsstelle hingewiesen aber dann fehlte jeder Hinweis auf den richtigen Weg zum Altarm. So plagte ich mich auf dem falschen Weg bis zum Kraftwerk um dann doch noch den Steg am Ende des Altarms zu finden. Was soll´s, so habe ich mir halt einmal umtragen erspart. Mein Nachtlager schlug ich an einer kleinen Kiesbucht in Zwentendorf auf - sehr malerisch. In meiner Zeit-Schlafsack-Höhle wurde ich vom erstaunlich kräftigen Sirren (wie eine Starkstromleitung) der winzigen Mücken in den Schlaf gewiegt. Nach einem erholsamen Schlaf wachte ich schon um 4:30 auf und beschloss, mit dem Abbau zu beginnen. Schön, diese morgendliche Ruhe und das sanfte Licht! Um 5:30 startete ich schon mit neuem Elan und landete bald zu einer kurzen Rast in Tulln.
Vor mir war immer der helle Himmel  mit einer dunklen Wolkenbank zu sehen. Gegen 11:00 überwand ich schon die Umtragung ins Altwasser bei der Staustufe Greifenstein. Nach einem Mittagessen im kleinen Sportboot-Hafen und einem geruhsamen Mittagsschlaferl hatten sich inzwischen die dunklen Wolken verdichtet. Nur mehr 15 km bis zu meinem Ziel, Bahnhof in unmittelbarer Nähe - Schluss für heute. Nach einer Stunde zuckelte ich schon zum Bahnhof, wo es auch gleich zu regnen begann. Glück gehabt!

Montag, 15. November 2010

KRETA - Paddeltour

Strecke: Südküste Kretas von PALEOCHORA bis AGHIA GHALLINI
Länge: 140 km                                            Begleiter: EGGER Walter
Dauer: vom 20.9.2010 bis 4.10.2010

Meine erste Tour im Meer verlief von Anfang an absolut spannend und aufregend. Schon die Anreise, Flug mit Aegean Airlines über Athen nach Heraklion, bescherte uns Überraschungen: Entgegen den Hinweisen in ihrer Homepage forderte die Airline für das Sportgepäck 110€ zusätzlich für den Hin- und Rückflug. Überdies entdeckten die Griechen in Athen meine Gasflaschen im Gepäck und nahmen sie mir ab. Womit nun kochen? Mit dem großen Gepäck gings dann weiter mit öffentlichen Bussen über Chania nach Paleochora, ganz im Westen der Südküste Kretas. Der 1 km lange Fußweg zum Campingplatz war dagegen vergleichsweise beschaulich.
Campingplatz Paleochora
Gleich nach der ersten Nacht bauten wir unsere Zelte ab und starteten trotz böigem Gegenwind voller Elan. Nach einer Stunde hartem Kampf gegen die Wellen und den Wind und der deutlichen Warnung von einem Fischer beschlossen wir umzukehren. Mit Rückenwind schafften wir die Distanz in 20 Minuten! Also Boote wieder an Land geschafft, zum Campingplatz gezogen und Zelte neuerlich aufgebaut. Die zusätzliche Nacht hat sich gelohnt. Am nächsten Tag wehte zwar immer noch Ostwind aber deutlich schwächer.
Einstieg in Paleochora
Rasch gewöhnten wir uns an die teilweise hohen Wellen. Freilich kamen wir an unsere übliche Tagesleistung nicht heran. Wind, Wellen und vor allem die starke Sonne kosteten uns viel Energie. Übernachtung bei SOUGIA unterm Tarp, einfach genial!  
Fr.24.9. Unser heutiges Ziel ist die Sweetwater Bay. Wir schaffen das auch trotz der widrigen Verhältnisse. Tatsächlich gibt es direkt am Strand Süßwasserlöcher. Wir schlafen wieder unter dem Tarp.  
In der Nacht hat es einmal kurz geregnet. 
Sa.25.9. Nach dem Teefrühstück, hergestellt mit unserem improvisierten Spiritus-Kocher, paddeln wir weiter. Die Wellen sind beachtlich, aber wir kommen gut voran. Am Abend landen wir in Frango Kastello. Wir müssen zwischen den Felsklippen durchsteuern. Ganz schön spannend! Am Strand vor einem Hotel dürfen wir nicht bleiben. Daher übersiedeln wir an eine kleine Bucht vor einer Taverne. Glück gehabt, die Wirtin erweist sich als äußerst freundliche, mütterliche Gastgeberin. Tarpnacht am Strand. 
So. 26.9. Wir starten bei einer starken Brandung und schwindeln uns erfolgreich durch die vorgelagerten Felsklippen. Teilweise sind die Wellen so hoch, daß wir einander nicht mehr sehen können. Ich habe ein mulmiges Gefühl. Nach einem Aufsitzer auf einer Felsplatte und einem schulterhohen Brecher von der Seite ist für mich klar: Dieses Wetter übersteigt unsere Fähigheiten. So gut und schnell es geht steuere ich durch die Klippen und die schweren Wellen. Glück gehabt, wir landen wohlbehalten, mit leichten Kratzern am Kiel in einer Minibucht bei Marias Taverne. 
Beim Bootstransport reißt die Steuerhalterung ab. Gut daß ich ein Reparaturtape mithabe. Wir sind froh, daß wir noch heile Knochen haben und quartieren uns bei Maria's Taverne ein. 25€ fürs Zimmer mit Meeresblick ist ein Geschenk. Den Abend beschließen wir mit einer Bohnensuppe und frittierten Fischen.. Mo.27.9. Das Wetter ist etwas ruhiger geworden. Immer noch tosen die Brandungswellen mit großer Wucht.  
Wir beschließen nach Beratung mit Niko, einem erfahrenen Fischer, weiter zu paddeln. Gleich um die Ecke gibt es eine geschützte Stelle von der aus wir den Start wagen. Es gelingt uns. Die Dünung ist immer noch hoch, aber wir können inzwischen schon ganz gut damit umgehen. Der leichte Wind kann uns nicht wirklich aufhalten, im Gegenteil wir genießen die Abkühlung. Am späten Nachmittag landen wir in Plakias. Unser Quartier schlagen wir zwischen zwei Felsen direkt am Strand auf. Abends verschwinden die Tagesgäste und wir haben die Bucht für uns allein. Zwei Sonnenliegen dienen uns als Bett. Das neue Tarp bewährt sich bei den Temperaturen als luftiges Dach. Di.28.9. Um 8:30 umschiffen wir schon die Klippen, immer mit Respektabstand wegen der Brandung. Eine weite Strecke entlang der Steilküste steht uns bevor. Wir kommen gut voran und steuern schon bald die Bucht mit der Flussmündung von Prevelli an. Der Bach führt klares kühles Wasser. Wir genehmigen uns an der Strandtaverne ein Bier und werden von einem deutschen Ehepaar angesprochen: "Wir sind auch Paddler!" Angeregt tauschen wir unsere Erfahrungen mit den Weitgereisten aus. "Wenn ihr einmal nach Speyer kommt, dann fragt im Paddelklub nach Bernd." verabschieden sich die beiden. Nach einer guten Fahrt landen wir ganz überrascht bereits in Aghios Pavlos. Die Nacht verbringen wir etwas notdürftig in einer einsamen Bucht. In der Nacht zieht ein Gewitter durch und wir gestehen uns am Morgen die nächtliche Sorge ein, wie wir hier im Falle von Schlechtwetter weg kämen, denn der Landweg ist uns versperrt. 
Mi. 29.9. Trockenen Fußes, Dr.Walter meint, das wäre wichtig wegen meiner kleinen Fußverletzung, rauschen wir ab, vorbei am letzten Stück Steilküste. Unsere Landung an einem namenlosen Strand mit drei Schildern "Kein FKK", bleibt unbelohnt. Der Betreiber der kleinen Taverne bedient uns nur mit einem Glas Wasser, da er mit dem Putzen noch nicht fertig sei. Dafür hilft uns ein Landsmann die Boote ohne Wasserung durch die Brandung zu manövrieren. Bald kommen wir in Aghia Ghalini an und finden instinktiv den Wasserweg durch einen schmalen Wasserlauf zum Campingplatz. Der erweist sich als für griechische Verhältnisse recht gut. Ein großer Süßwasserpool, eine Küche und warme Brausen verleihen der Anlage so etwas wie Komfort. Das und ein Restaurant mit preiswerter, bodenständiger Küche lassen uns den Entschluss fassen, hier bis Sonntag zu bleiben. Unser ursprüngliches Ziel Matala hat überdies nur eine Busverbindung, erst um 17:30 am So. nach Heraklion. Zum letzten Mal bauen wir unser Tarp  
auf, putzen und verpacken die Boote und genießen die sommerlichen Temperaturen. Fazit: Das Paddeln im Meer ist einfach ein tolles Abenteuer und lohnt die Mühe. Von der Landschaft darf man sich nicht allzuviel erwarten - Klippen, karge Felsen und dürre Bergregionen wechseln mit malerischen Buchten ab.